Rein in den Pflegealltag

Veröffentlicht am 09.03.2011 in Pressemitteilungen

Rund 200 SPD-Politiker schwirren vom 28. Februar bis 2. März bundesweit aus, um in einer Gesundheits- und Pflegeeinrichtung mitzuarbeiten. Sven Meier ist einer von ihnen. Das SPD-Stadtratsmitglied und Oberbürgermeisterkandidat machte seinen Praxistag im Kreiskrankenhaus St. Ingbert.

Ein Praxistag im Krankenhaus bedeutet zunächst einmal früh Aufstehen. Um Punkt sieben Uhr ist Dienstantritt für Sven Meier, der nächster Oberbürgermeister in St. Ingbert werden will und sich für die bundesweiten Praxistage der SPD das Kreiskrankenhaus St. Ingbert ausgesucht hat. Für einen Tag den politischen Anzug abstreifen und den Alltag im Krankenhausbetrieb kennen lernen, das bekommt nur wenig später eine ganz praktische Bedeutung. Als Erstes wird Sven Meier die obligatorische Krankenhaus-Arbeitskleidung überreicht, ein blauer Pfleger-Anzug. Auch die Straßenschuhe werden gegen neue, sterile Schuhe eingetauscht. Er unterscheidet sich nun fast nicht mehr von den Pflegekräften in der Aufnahme-Station, die er am heutigen Tag begleiten will.

Die Aufnahme-Station wird von Schwester Yvonne geleitet, die zunächst keine Zeit für Meier hat. Ein Anruf kommt nach dem anderen. Es geht um dringende Fälle, die noch am selben Morgen im Krankenhaus behandelt werden müssen. Nebenher läuft das Personal im Schnellschritt zwischen Computer, Infusionen und Patienten. Meiers erster Eindruck: Hier wird schnell und effektiv gearbeitet. Die Pflegedienstleitung zeigt das Krankenhaus und die Geriatrische Rehaklinik, in denen rund 500 Mitarbeiter beschäftigt sind. Die jährliche Anzahl der Patienten im stationären sowie im ambulanten Bereich ist steigend, erfährt Meier von der Geschäftsleitung, so dass bereits Erweiterungen in Erwägung gezogen werden. Der Betriebsrat des Kreiskrankenhauses hob die geringe Fluktuation der Pflegekräfte hervor.

Zurück in der Aufnahmestation: Unter den Patienten sind solche, die für einen lang geplanten OP-Termin kommen. Aber auch dringende Fälle, die sofort behandelt werden müssen. Routiniert werden die Patienten untersucht, um dann auf die zuständigen Stationen gebracht zu werden.

Meier sagt, er fühle sich an die Zeit im Zivildienst erin-nert. Mit 19 Jahren hat er im Uni-Klinikum Homburg gearbeitet, in der Kinderklinik. „Ich schätze sehr die Arbeit, die im Krankenhaus geleistet wird. Man bekommt viel Leid mit und trotzdem herrscht ein professionelles, warmherziges Klima.“

In der Mittagspause geht es in die Kantine des Kreiskrankenhauses. Dort essen nicht nur Mitarbeiter gerne zu Mittag, das Kasino ist für alle geöffnet. Es gibt Leipziger Allerlei und die Bediensteten erzählen von der hohen Arbeitsbelastung, die im Krankenhausbetrieb herrscht, aber auch davon, dass sie die Arbeit gerne machen.

Um zwei Uhr ist die Frühschicht zu Ende. Für Meier geht es jetzt noch ins Büro an den Schreibtisch. Die Pflegerkleidung ist abgelegt. Aber so ganz will er die Eindrücke des Tages nicht abstreifen. „Solche Praxistage sind wichtig. Manchmal muss man selbst erleben, wie der Krankenhausalltag funktioniert, um sich eine Meinung zu bilden.“

Info: Praxistage
Vom 28. Februar bis 2. März 2011 arbeiten in ganz Deutschland über 200 SPD-Politikerinnen und Politiker in einer Gesundheits- und Pflegeeinrichtung mit. Sie nehmen sich einen Tag Zeit, tauschen Hemd und Bluse gegen Kittel und lernen den Alltag im Gesundheitswesen kennen. Abgeordnete aus Bundestag und Landtagen, Bürgermeister, Land- und Stadträte – viele sind dem Aufruf von SPD-Chef Sigmar Gabriel gefolgt. Sven Meier plant einen Informationsabend am 8. April 2011, bei dem er von seinen Eindrücken berichten will. In dieser Veranstaltung werden Elke Ferner (MdB) und Volker Schmidt (MdL) über aktuelle Entwicklungen in der Gesundheitspolitik berichten.

 

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