H&M in St. Ingbert ist gut – aber kein Allerheilsmittel

Veröffentlicht am 18.08.2011 in Kommunalpolitik

In der Vergangenheit gab es in St. Ingbert viele Diskussionen um die Innenstadt, speziell um die Fußgängerzone. Leerstände und mangelndes Warenangebot bedrohten St. Ingbert. Allgemein gilt sicherlich: Geschäftslokale die leer stehen sind für eine Stadt ein Verlust: Die Attraktivität einer Einkaufsstadt geht verloren, Gelder fließen in andere Gemeinden, Steuer- und Arbeitsplatzverlust sind die Folgen.

Es ist für die St. Ingberter Sozialdemokraten nicht nur wirtschaftspolitisch erforderlich, sondern auch sozial, als auch ökologisch unabdingbar, möglichst viele Menschen wohnortnah mit den für sie wesentlichen Gütern zu versorgen.

Für die SPD gilt, dass mit der vor kurzem verkündeten Ansiedlung von H&M nach St. Ingbert ein großer Schritt in Richtung Sicherung der Innenstadt gemacht wurde. Jahrzehntelang galt eine Filiale des schwedischen Bekleidungsunternehmens in der Innenstadt als Wunschdenken, zumal in unmittelbarer Nähe, in Saarbrücken, Neunkirchen und Homburg - den klassischen St. Ingberter Mittbewerberstädten um die Gunst der Kunden in unserer Region – ebenfalls H&M vertreten ist.

SPD Fraktionsvorsitzender Thomas Berrang: „Diese Ansiedlung ist wichtig und gut für St. Ingbert und besonders für unsere Fußgängerzone, aber allein kein Allerheilsmittel.“ Die SPD sieht den Berg an Hausaufgaben bei der Innenstadtförderung immer noch als viel zu groß an, als dass man sich jetzt schon auf Lorbeeren ausruhen dürfe. Berrang: „Allein die Entwicklung um die Alte Baumwollspinnerei, also der Alten Bahnhofsstraße mit dem Gefängnis und das Sinn-Areal bedeuten noch viel Arbeit.“ Die Verwaltung ist auch weiterhin in der Pflicht bei Einzelhandel-Investoren für St. Ingbert zu werben. „Nachdem man sich in St. Ingbert gegen ein großes Einkaufscenter auf dem Klebergelände entschieden hat, muss man umso dringender die Entwicklung der Innenstadt als Aufgabe der Wirtschaftsförderung anerkennen,“ so Thomas Berrang.

Die kommenden Jahre und Jahrzehnte werden zeigen, welche Städte den demographischen Wandel und die Schuldenspirale - als nur einige Beispiele an Herausforderungen der Zukunft - bewältigen können. Der Verbleib einer attraktiven Innenstadt bei sinkenden Einwohnerzahlen ist für alle Parteien und die Verwaltung dabei eine Kernaufgabe.

Berrang: „Die SPD steht dafür, dass diese Dinge auch angepackt werden.“

 

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